Zukunftsbilder Migration

Future Imaginaries Project

Zukunftsbilder Migration (Future Imaginaries of Migration – FUTUREMIG) ist eine interdisziplinäre, internationale Initiative, die untersucht, wie sich Migration und menschliche Mobilität in den kommenden Jahrzehnten
entwickeln und als gesellschaftliches Potential besser gestaltet werden könnten. Das Projekt bringt Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Politiker*innen und zivilgesellschaftliche Organisationen aus vier Kontinenten zusammen. Es nutzt Methoden der Zukunftsforschung, kreative visuelle Ausdrucksformen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit digitalen Technologien und künstlicher Intelligenz, um sich vorzustellen, wie Migration in Zukunft verhandelt und gestaltet wird.

In einer Zeit, in der Mobilität weltweit zunimmt und zugleich ungleicher wird, reagiert FUTUREMIG auf den dringenden Bedarf an vorausschauenden Ansätzen zur Ermöglichung und Steuerung von Migration, die weit über aktuell vorherrschende Annahmen und polemische Debatten hinausgeht. Durch die kritische Analyse sowohl der Potenziale als auch der Grenzen fortschreitender Mobilität und dem Zusammenspiel mit digitalen Technologien möchte das Projekt differenzierte Debatten über zukünftige Mobilitätsszenarien und deren soziale, politische und ethische Auswirkungen anregen.

Im Zentrum des Projekts stehen vier thematische Future Labs in Berlin, Accra, Singapur und Toronto, die sich jeweils einem zentralen Thema widmen, das die Zukunft von Mobilität prägt: alternde Gesellschaften, Klimawandel, Megastädte und ortsunabhängige Arbeit. Die Labs sind offene und kollaborative Räume für Kreativität, Dialog, Experiment und ko- kreative Wissensproduktion über Disziplinen und Sektoren hinweg. Mit Methoden der Futures Studies und strategischer Vorausschau werden Darstellungen möglicher Migrationszukünfte entwickelt – in Texten, Bildern und Szenarien.

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) wird Migration Matters im Juni 2026 das erste Future Lab in Berlin ausrichten. Migration Matters übernimmt dabei die Leitung partizipativer Futuring- und Designprozesse, die Moderation sowie die Entwicklung kreativer Dialogformate, die Forschung, zivilgesellschaftliche Perspektiven und öffentliche Debatten miteinander verbinden. Innerhalb der Partnerschaft bringt Migration Matters zudem seine Expertise in Narrative Change, digitalem Storytelling und inklusiver Wissensproduktion ein, um sicherzustellen, dass Zukunftsbilder von Migration potentialorientiert und vielfältig gestaltet werden.

Das Projekt läuft bis Ende 2027 und verfolgt das Ziel, ein globales, transdisziplinäres Netzwerk aufzubauen, das in der Lage ist, neue Herausforderungen im Bereich Mobilität frühzeitig zu beschreiben, politische Debatten zu beeinflussen und das öffentliche Verständnis zu Herausforderungen und Potentialen von Migration in einer sich rasant verändernden Welt vielfältiger und nuancierter zu machen.

Mehr erfahren: www.futureimaginaries.org

Partnerinstitutionen:
CERC Migration, Toronto Metropolitan University
Aga Khan Museum, Toronto
Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)
Asia Research Institute, National University of Singapore
Centre for Migration Studies, University of Ghana
Goethe-Institut
Futurium (Berlin, Deutschland)

Förderung:
Die FUTUREMIG-Partnerschaft wird durch einen Partnership Development Grant des Social Sciences and Humanities Research Council of Canada (SSHRC) gefördert.

Die Robert Bosch Stiftung hat durch ihre Förderung die Beteiligung von Migration Matters am Projekt „Zukunftsbilder Migration (FUTUREMIG)“ ermöglicht.